Essay Internationales Arbeitsrecht und Globalisierung

Dieses Essay war Teil des Lehrfachs `International Labor Law and Globalization´ und musste folgende Vorgaben erfüllen, welche auch bei der Benotung berücksichtigt wurden:

  • Unabhängiges Forschungspapier zu einem Thema meiner Wahl
  • Bezug zu (a) Recht, (b) Arbeitsrecht und (c) internationales Arbeitsrecht
  • 2.000 Wörter (max. 2.500)
  • Spezifische Fragestellung: spezifisches Soziales oder rechtliches Problem
  • Struktur der Arbeit:
    • Literatur Essay, keine qualitative oder quantitative Erhebung von Daten;
    • Rechtsforschung ((a) beschreiben, (b) erklären, (c) vorhersagen)
    • Nutzen von relevanten Forschungsmaterial (Quellen und Dokumenten)
  • Prägnante und präzise Schreibweise, ohne tiefe der Argumentation zu verlieren
  • Eindeutige und kritische Darstellung von Problem (Argumenten, Instrumenten, Prozessen oder Entscheidungen)
  • Aufzeigen von möglicher Lösung(en), Richtlinie(n) oder Empfehlung(en)

Ich entschied mich den neu implementierten Algorithmus des AMS (österreichisches Arbeitsmarkt Service) näher zu beleuchten und wie sich dieser auf den langfristige Arbeitsmarkt und auf die österreichische Wirtschaft in Bezug auf die Beschäftigung von Mann und Frau auswirkt.

Dieses Essay wurde von dem Lektor Dr. S.J. (Bas) Rombouts mit 8.0 benotet, was im österreichischen Notenschlüssel einen sehr guten 2er darstellt.
Außerdem gab er mir folgendes Feedback:

  • Interesting paper about a very topical issue: to what extent can algorithms contribute to unequal treatment?
  • Well documented: use of different relevant sources from different disciplines
  • A clear research question, which is sufficiently narrow to deal with appropriately (specific element of the male reference group specifies your research goal)
  • Use of examples makes complex theory much more comprehensible
  • A clear analysis in the conclusions, with clear (and contextualized) personal perspectives on how to safeguard equality

Dr. S.J. Rombouts
Associate Professor
Tilburg University, Tilburg Law School
Department of Labour Law and Social Policy


Wie bei einer jeden Arbeit, Projekt oder Präsentation musste ich mich entscheiden, worauf man Hauptaugenmerk liegen soll. Ich entschied mich für das größte Thema (Diskriminierung von Frauen), da dieses rund die Hälft aller betroffenen Personen umfasst und eine Lösung des Problems den größtmöglichen Nutzen und Effekt für diese Personen erzielen würde.
Nichtsdestotrotz und aufgrund des Wortlimits konnte ich einige Probleme, Argumente, und weitere relevante Gesetze nicht aufzeigen. Dies umfasst Punkt wie:

  1. AMS Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen können die Einstufung des Algorithmus zurückweisen und ändern.
  2. Alle IT-bezogenen Themen, die aufgrund der Referenzgruppe die Verzerrung in einem Algorithmus verringern könnten, sowie die vorherigen Beschäftigungszahlen werden nicht erörtert.
  3. Die ILO Konvention Nr. 100 (Equal Remuneration Convention, 1951) wird nicht angeführt, welche am 29. Oktober 1953 von Österreich (siehe ILO Webseite) ratifiziert wurde.
  4. Die langfristigen Implikationen des Arbeitsmarkts, der Wirtschaft werden nur kurz angesprochen.
  5. Die langfristige wissenschaftlichen Entwicklung und Innovationsfähigkeit des Landes werden nicht aufgezeigt.
  6. Die Missachtung von vorhandene nationale und internationale Gesetzte (rechtlich bindend als auch nicht bindend) wird nicht erläutert.